Roman Krumpholz, M.Sc.

Kontakt

Raum: Forschungsgruppe MITI, 1. Geschoss

            Trogerstraße 26, 81675 München

Tel.: +49 (0)89 4140-7386

Email: roman.krumpholz@tum.de

Forschungsinteressen

  • Diagnostische Telemedizin
  • Assistenzsysteme in der Chirurgie
  • Additive Fertigung von OP-Instrumentarium

Laufende Projekte

PLAFOKON

Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der minimalinvasiven Operationsplattform "Single-Port Overtube" (SPOT) und deren nahtlose Einbettung in die klinischen Abläufe. Dies soll durch eine ganzheitliche Betrachtung des chirurgischen Behandlungspfads von der Zuweisung bis zur Entlassung erreicht werden.

Im Rahmen der sog. Patientencharakterisierung erhobene Patientendaten sowie ein stetig wachsendes Archiv an in der Vergangenheit durchgeführten Eingriffen dienen als Grundlage für die Planung von bevorstehenden Operationen. Auf dieser Basis können Vorhersagen bezüglich der Komplexität des Eingriffs, der voraussichtlichen OP-Dauer, des benötigten Instrumentariums etc. getroffen werden. Analog kann eine Patienten- und Eingriffs-individuelle Anpassung der SPOT-Plattform vorgenommen werden. Mithilfe von 3D-Druckverfahren wird es möglich, den gewünschten Manipulator innerhalb kürzester Zeit zu fertigen und für den operativen Einsatz bereitzustellen. Intraoperativ wird das chirurgische Team mithilfe von sog. Workflow-Erkennungs-Technologie unterstützt. Hierbei werden verfügbare Signale aus der OP-Saal-Infrastruktur - wie etwas das laparoskopische Videobild, Gerätezustände und Sensordatenströme - mithilfe von Machine Learning analysiert, um die aktuelle Situation im OP automatisiert zu erkennen. Dies bildet die Grundlage für die Ausführung von kontext-abhängigen Assistenz-Funktionen, wie etwa das Einblenden von situativen Informationen auf dem OP-Monitor oder die teilautonome Ansteuerung von Medizingeräten. Weitere Assistenzfunktionen wie die halbautonome Nachführung der endoskopischen Kamera sowie eine Kollisionsvermeidung zwischen SPOT-Plattform und Personen sind ebenfalls Teil des Konzepts. Postoperativ werden alle aufgetretenen Komplikationen und Vorkommnisse im Zuge der Entlassung des Patienten in den Abschlussbericht aufgenommen und archiviert. Dies dient wiederum als Grundlage für zukünftige Fälle.

ProteCT

In der COVID-19-Krise lastet große Verantwortung auf dem Gesundheitssystem. Medizinisches Personal ist bei der Behandlung möglicher Infizierter erhöhten Risiken ausgesetzt, die es zu mildern gilt: Zum persönlichen Schutz, zur Unterbrechung von Infektionsketten und zur Vermeidung von Kreuzinfektionen.

Im Projekt ProteCT soll eine robotergestützte Telediagnostik medizinischem Personal ermöglichen, Patientinnen und Patienten aus sicherer Entfernung zu untersuchen. Dies soll durch ein feinfühliges, robotisches Telediagnostiksystem ermöglicht werden. Dadurch können Ärztinnen und Ärzte via Telepräsenz Gespräche führen und Patientinnen und Patienten begutachten. Das System erlaubt weiter die Erhebung der Basisdiagnostik (Messen von Vitalparametern wie Temperatur, Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, etc.). Als kritische Maßnahme bei COVID-19-Fällen wird außerdem die Möglichkeit zur Mund-Rachen-Inspektion erarbeitet. Die Befunderhebung wird von mobilen und flexibel einsetzbaren Steuerstationen durchgeführt.

Neben der Systementwicklung wird in diesem Vorhaben untersucht, wie Telediagnostik einfach und effektiv gestaltet werden kann. Nach der Erprobung des Systems in einer klinischen Studie kann das ProteCT-System dabei helfen, die Versorgungsleistung des Gesundheitssystems auch in durch Epidemien verursachten Krisensituationen aufrecht zu erhalten.Ansprechpartner:

Publikationen

  • Werner, Valerie; Krumpholz, Roman; Rehekampff, Christoph; Scherzer, Tim; Eblenkamp, MarkusThermoplastic Encapsulations of a Sensor Platform by High-Temperature Injection Molding up to 360°C. POLYMER ENGINEERING AND SCIENCE, 2019, pp. 1315-1331, DOI: 10.1002/pen.25114

Fachvorträge

CARS 2020: Sterility oriented drive concept for the manipulation of flexible endoscopic instruments R. Krumpholz, L. Bernhard, D. Ostler, D. Wilhelm, H. Feußner, Y. Krieger, T. Lueth, Klinikum rechts der Isar, Munich; Technical Univ. Munich (DE) [212]